Bandscheibenvorfall LWS

schnappschuss 00043

Die Bandscheiben bestehen aus einem festen Faserring und einem weichen Gallertkern. Durch Fehlbelastungen und Mangel an Bewegung kommt es zu einer Minderversorgung der Bandscheiben mit Nährstoffen. Die Folge ist ein Verschleiß der Bandscheibe und unter anderem des Faserrings. Als Folge wird der Faserring im hinteren Bereich immer schwächer, ist dann der Belastung nicht mehr gewachsen. Zuerst entsteht durch die Schwäche des Faserrings eine sogenannte Bandscheibenvorwölbung. Wenn die Schwäche weiter zunimmt zerreißt der Faserring an einer oder mehreren Stellen. Der Gallertkern der Bandscheibe tritt dann durch diesen Defekt in den Rückenkanal und drückt auf die Nerven, die die Arme oder Beine versorgen. So entsteht ein Bandscheibenvorfall.

Symptomatik

  • Schmerzen im Rücken und/oder im Bein
  • Taubheit oder Kribbeln in den Beinen/Füßen
  • Muskelschwäche (z.B. Kniestreckung, Fußhebung)
  • Bewegungseinschränkung
  • Verstärkung durch Husten oder Niesen
  • Störungen der Blasen- oder Darmfunktion im fortgeschrittenen Stadium

Konservative Therapie

  • Schmerzmittel (auch muskelentspannende Mittel)
  • Wärme (selten Kälte)
  • manuelle Therapie
  • Krankengymnastik
  • Spritzen (epidurale Umflutungen, PRT)
  • Infusionen
  • Stufenbettlagerung

Operative Therapie

  • Mikrochirurgische Technik
  • Kleiner Schnitt ( 2-3 cm) schonende Präparation, evtl. Antinarben-Gel
  • Frühe Mobilisierung
  • Korsett für 4 Wochen
  • Sitzen auch in der ersten Woche erlaubt
  • kurzer stationärer Aufenthalt
  • Ambulante Krankengymnastik

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